Die Plasma Fernseher gehören sicher zu den bekanntesten Vertretern der flachen Bildschirme überhaupt. „Plasmas“ waren schon einigermaßen brauchbar in der Bildqualität, als die LCD-Fernseher zu der Zeit noch unter vielen Problemen leideten. Während die LCD-TV Technik eine Abwandlung von Computer-Monitoren darstellt, wurde die Plasma-Technologie für Fernseher mit immensem finanziellem Aufwand von der Industrie vorangetrieben und zu Serienreife vorangetrieben.
Der erste „Plasma“ wurde bereits schon 1964 eingesetzt, sie waren seinerzeit die einzigen Displays die voll digital angesteuert werden. Das Verhalf der Plasma-Technik kurzeitig eine recht hohe Verbreitung bei Großrechner-Systemen. Den ersten richtigen Fernseher mit Plasma-Technik stellte das Unternehmen Pioneer schon 1997 vor, bis zur richtigen Marktreifen vergingen aber noch ein paar Jahre.
Dabei ist die Plasmatechnologie auf den ersten Blick betrachtet nicht allzu kompliziert. Im Prinzip handelt es sich um zwei Glasplatten, zwischen ihnen befinden sich kleine Zellen. Jeweils drei Zellen in den Grundfarben, rot, grün und blau bilden einen Bildpunkt (Pixel). Die Kammern sind mit verschiedenen Edelgasen gefüllt, der eigentliche „Druck“ der Zellen liegt dabei weit unter dem normalen atmosphärischen Druck.
Jede Zelle kann jetzt mit einem Hochspannungsimpuls (einige hundert Volt) gezündet werden, dadurch wird das Edelgas meist Xenon/Helium ionisiert. Ein Ionisiertes Gas nennt man übrigens Plasma, das aber wiederum emittiert für uns nur unsichtbares UV-Licht. Erst durch die verschiedenen Leuchtstoffe (Phosphore) in den Zellen wird daraus sichtbares Licht. Die Art und Zusammensetzung der Gase und Leuchtstoffe sorgen für die verschiedenen Grundfarben (RGB). Angeblich sind die richtigen Gemische der Zellen ein streng gehütetes Geheimnis der Industrie, hängt davon doch maßgeblich der Farbraum des Panels ab.
Aktuell haben die LCD-TVs den „Plasmas“ den Rang abgelaufen, die fortschreitende Technik hat der LCD-Technik in den letzten Jahren zum Durchbruch verholfen. Trotzdem wird eifrig weiterentwickelt und der letzte Stand der Technik sind Plasma-Panels mit Double-Efficiency-Technologie, sie verbrauchen nur die Hälfte an Strom bei gleicher Helligkeit, auch schrumpfen sie mittlerweile auf 25mm Dicke zusammen. Gute Plasma-Fernseher könnten mit einem hellen und dynamischen Bild überzeugen. Eigenschaften die den heutigen LCD-Fernsehern meist immer noch fehlen, noch…
Da es sich wie bei den LCD-Fernsehern um volldigitale Bildwiedergabegeräte handelt, ähneln die Ansprüche und der Ratgeber für den Kauf sehr. Für eine optimale Bildqualität gehen Sie bitte die Checkliste Schritt für Schritt durch.

Checkliste für den Plasma-Fernseher Kauf:
Das sollte vorhanden sein.
- Digitales Fernsehen per Kabel oder SAT, Receiver mit HDMI-Ausgang
- DVD oder Blu-ray Player mit HDMI-Ausgang
Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl und modernisieren Sie im Zweifelsfall lieber die TV-Empfangsanlage durch digitale Empfangsgeräte mit HDMI Schnittstellen und ersetzen betagte DVD-Player durch einen modernen Blu-ray Player.
Die richtige Bildschirmgröße:
Simulieren Sie die Bildschirmgröße vorher mit einem Stück Pappe oder ähnliches in der Wunschgröße am Aufstellungsort. Sie werden staunen wie groß zum Beispiel ein 42 Zoll-Fernseher in ihrem Wohnzimmer eigentlich ist, im Zweifelsfall lieber eine Nummer kleiner, durch einen zu geringen Betrachtungsabstand leidet die Qualität enorm!
Ausstattungsliste für moderne Plasma-TVs:
- Physikalische Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Full-HD)
- HDMI Eingänge nach 1.3(a) Standart, mindestens 2 Stück
- Darstellung von Videobildern mit 24 Bildern pro Sekunde (24p), wichtig für Blu-ray Filme
Für die Vorführung:
Fragen Sie bei der Vorführung genau nach mit welchem Signal der Fernseher gerade „läuft“ und ob Sie ein gleichwertiges Signal Zuhause überhaupt haben!
Bestehen Sie vor allen Dingen auch auf eine Vorführung mit normalem PAL-Fernsehen! mit HDTV-Bildern sehen die Geräte für den „ungeübten“ fast immer toll aus, Zuhause bei der Tagesschau kommt dann das böse erwachen…
Kaufen Sie einen Fernseher der IHNEN gefällt und nicht immer einen mit den meisten Testsiegen!
Was ist noch wichtig?
Informieren Sie sich ganz genau über die Garantiebedingungen, was passiert wenn der TV doch mal kaputt geht? Müssen Sie das „Monstrum“ vielleicht selber verschicken?
Grundsätzlich ist ein Fachhändler vor Ort bei so großen Geräten sicher vorzuziehen, auch wenn er paar Euro teurer als das Internet ist.
Plasma TV Test