Die richtige Auswahl der Leinwand ist an viele Faktoren gebunden.

Heimkino-Leinwand Forum, Leinwand richtig montieren
Hier die wichtigsten Tipps!
Die erste Frage die sich vor dem einrichten eines Heimkinos stellt ist die Bildgröße. Gerade hier werden die meisten Fehler gemacht. Ein wichtiger Faktor zur Bestimmung der richtigen Leinwandgröße ist der Betrachtungsabstand. Das bedeutet, wie weit sitzen Sie von der noch nicht vorhandenen Leinwand entfernt. Wir haben über die Jahre eine einfache, recht simple Formel gefunden um die richtige Bildgröße zu bestimmen. Der Sitzabstand dividiert durch zwei ergibt die Bildbreite. Mit dieser Näherungsformel können Sie ganz einfach die Leinwandgröße planen.
Noch ein Tipp:
Um sich die Bildgröße besser vorstellen zu können reicht es nicht mal eben mit einem Zollstock anzuhalten, nehmen Sie ein Bettlaken in der Wunschgröße. Sie werden erstaunt sein um wie viel größer eine „Fläche“ gegenüber der „Zollstockmethode“ wirkt.
Format:
Leinwände gibt es in vielen Formaten: 4:3 , 16:9 , 1:1 usw. Grundsätzlich sollte die Leinwand immer im Format des Projektors sein. Ein 16:9 Projektor sollte also tunlichst auf eine 16:9 Leinwand projetieren.
Leinwandgain:
Dieser Faktor beschreibt die Reflektionseigenschaften des Tuches. Im Heimkino und der Verwendung von Heimkinobeamern gilt „mattweiß“ als richtige Tucheigenschaft. Mattweiß hat einen „Gain“ von 1,0 bis 1,4. Heimkinobeamer sind „quasi“ auf solche Tucheigenschaften „voreingestellt“. Alle Tücher mit Gainfaktoren von mehr als 1,5 haben im Heimkino nichts zu suchen! So genannte „High-Gain Leinwände sind für den Einsatz in Konferenzräumen gedacht. Dort kommt es auf die Helligkeit an und nicht auf Farbtreue.
Leinwandvorlauf:
Auch Blackdrop genannt. Diese Leinwände haben zusätzlich zum eigenen weißem Tuch hat noch ein Stück schwarzes Tuch was oberhalb des weißen Tuches angebracht ist. Das hat folgenden Vorteil. Sie haben eine 16:9 Leinwand mit 2m Bildbreite. Das „Bild“ hat dann eine Höhe von gut 110cm. Montieren Sie jetzt die Leinwand mit dem „Kasten“ direkt unter die Decke ist die eigentliche Bildunterkante nur gut 120cm von der Decke entfernt. Das kann bei Räumen mit großer Deckenhöhe recht „komisch“ aussehen. Der Vorlauf ermöglicht es jetzt die Leinwand weiter auszufahren. Somit wird verhindert dass das Bild direkt unter der Decke anfängt.
Graue Leinwände:
Immer häufiger tauchen Leinwände mit sogenannten Kontrastverstärkenden Tüchern auf. Diese Tücher sind meist grau. Sie sollen Schwarzwert und den Kontrast verbessern. Rein technisch tun sie das auch, allerdings geht die maximale Helligkeit um den gleichen Faktor zurück! Also auch kein Kontrastgewinn. Wie schon gesagt sind Heimkinoprojektoren auf „mattweiße“ Tücher geeicht. Ein „graues“ Tuch führt zwangläufig zu Problemen und diese müssen am Projektor korrigiert werden. Das ist nur mit geeigneten Testbildern und exaktem Wissen möglich. Also für den Anfang nicht zu empfehlen!