LCD-TV: Kaufberatung, Technik und Tipps

 

 

In diesem Artikel soll die Arbeitsweise und Funktion der schon weitverbreiteten LCD-Technik in einigen Punkten beschreiben werden. Am Ende des Textes finden Sie wertvolle Hinweise zur Auswahl des richtigen LCD-Fernsehers, worauf Sie achten müssen und was wichtig ist.

Die LCD (Liquid Crystal Display) Technik wurde in ihren Grundzügen bereits 1904 von Otto Lehmann in seiner Arbeit „Flüssige Kristalle“ beschrieben, allerdings ohne einen technischen Nutzen. Im Prinzip ist die Technik recht simpel und kann folgender Maßen beschrieben werden. Ein sogenanntes LCD-Segment (Pixel) kann durch anlegen einer elektrischen Spannung die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen.

Im Klartext bedeutet es, das ein Segment durch anlegen von Spannung die Durchlässigkeit für Licht verändern kann, befindet sich hinter dem Segment eine Lichtquelle, wird das Segment von vorne betrachtet durch anlegen der Spannung seine Helligkeit ändern. Das ist im Prinzip schon alles und die grundsätzliche Eigenschaft der LCD-Technik.

Erst in den 70er Jahren fand die erste kommerzielle Nutzung der LCD-Technik statt, zuerst wurde die Technik in großen Still in Computermonitoren eingesetzt. Die LCD-Technik hatte gegenüber den klobigen Röhrenmonitoren den großen Vorteil viel kleiner und leichter zu sein als die CRT-Geräte. Nur war die Bildqualität seinerzeit noch den CRTs unterlegen, an die Darstellung von bewegten Bildern war überhaupt noch nicht zu denken. Der Umstand das die LCD-Technik aber kleiner und auch einfach schicker war, führte zu einer großen Nachfrage. Die Industrie reagierte und entwickelte die LCD-Technik mit immer ausgefeilteren Technologien weiter und konnte bald die CRT-Monitore von den Schreibtischen verdrängen.

In den letzten Jahren ist die LCD-Technik weit genug entwickelt worden, das eine Nutzung als Fernseher in Betracht gezogen werden konnte. Die ersten Fernseher waren allerdings dem klassischen Röhrenfernseher weit unterlegen. Die Segmente in den ersten LCD-Fernsehern waren einfach zu langsam, deutliche Unschärfen in der Darstellung von Bewegungen machten zum Beispiel das betrachten von Sportsendungen praktisch unmöglich. Zur der Zeit wurde häufig der Kometenschweif beschrieben der bei Tennisspielen aus dem Ball eine Art Kometen machte der über das Spielfeld zu fliegen schien. Auch musste man seinerzeit noch recht exakt mittig vor dem Fernseher sitzen, eine gleichmäßige Helligkeit, auch von der Seite, war noch nicht gegeben.

Zurzeit hat die moderne LCD-Technik viele der Kinderkrankheiten ausmerzen können, einige sind aber Systembedingt geblieben. So sind mittlerweile die Segmente (Pixel) sehr schnell geworden, teilweise erreichen sie in modernen Fernseher schon Werte von 2ms. Wer jetzt denkt je schneller desto weniger Probleme mit der Bewegungsschärfe, der täuscht. Das Problem ist Systembedingt, den das Segment behält seinen Zustand solange bei, bis es zur nächsten Aktualisierung des Segmentes kommt und das ist der Grund für die Bewegungsunschärfe.

Das Problem haben Röhrengeräte wiederum nicht und sind deswegen der LCD-Technik in dem Bereich überlegen. Aber die Industrie arbeitet fieberhaft an technischen Lösungen und es ist davon auszugehen das die LCD-Technik die Röhrenfernseher aus den Wohnzimmern verschwinden lassen könnte. Alternative Techniken, wie zum Beispiel die OLED-Technik sind von Marktreife noch recht weit entfernt und die Plasmatechnik ist im vergleich noch immer teurer.

 

 

lcd

Pixelformen



Umwelt und Stromverbrauch:

Von allen Technologien ist die LCD-TV Technik die Stromsparenste, beachten Sie aber dass der Stromverbrauch großer LCD-Fernseher ab 42 Zoll aufwärts immer noch weit über dem vom klassischen Röhrenfernsehern liegt.

Leider entstehen bei Produktion von LCD-Displays immer noch viele Klimaschädigende Stoffe, die Hersteller versprechen zwar Besserung, aber der Umstand sollte nicht unerwähnt bleiben.


Worauf ist zu achten?

Ein LCD-Fernseher arbeitet komplett digital und liefert seine maximale Bildqualität deshalb nur bestimmten Bedingungen. Die Anzahl der Segmente (Pixel) ist ein wichtiger Punkt bei der Auswahl einen LCD-TVs, er liefert das bestmögliche Bild immer dann wenn das Eingangssignal über dieselbe Anzahl verfügt. Beispiel: Der Fernseher hat die Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, bekommt er ein gleichwertiges Signal von einem Blu-ray Player oder HDTV-Receiver, kann das LCD-Display die Informationen direkt eins zu eins umsetzen. Weicht das Eingangsignal von der physikalischen Auflösung des LCD-TVs ab und dabei spielt es keine Rolle ob höher oder niedriger, muss der LCD-TV die Signale interpolieren um sie anzeigen zu können. Die Interpolation führt praktisch immer zu einem Verlust an Bildqualität. Eine weitverbreitete „Auflösung“ von LCD-Fernsehern verfügt über 1366 x 768 Bildpunkten, eine Auflösung die praktisch kein Gerät, außer ein PCs vielleicht, direkt liefern kann, der LCD-Fernseher wird also immer dazu gezwungen das Eingangssignal zu interpolieren. Ein entscheidender Punkt ist die Qualität der angeschlossen Geräte. Im Klartex: Sie haben analoges Kabelfernsehen und wollen oder können dies auch nicht ändern? Dann lassen Sie es lieber, ein moderner LCD-Fernseher besteht auf optimale Qualität und das wichtigste Überhaupt, auf eine digitale Zuspielung. Deswegen sollten die Quellen wie SAT/Kabel Receiver über eine digitale Videoschnittstelle (HDMI) verfügen, gleiches gilt für DVD oder Blu-ray Player natürlich auch.

Checkliste für den LCD-Fernseher Kauf:

Das sollte vorhanden sein.

- Digitales Fernsehen per Kabel oder SAT, Receiver mit HDMI-Ausgang
- DVD oder Blu-ray Player mit HDMI-Ausgang

Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl und modernisieren Sie im Zweifelsfall lieber die TV-Empfangsanlage durch digitale Empfangsgeräte mit HDMI Schnittstellen und ersetzen betagte DVD-Player durch einen modernen Blu-ray Player.

Die richtige Bildschirmgröße:

Simulieren Sie die Bildschirmgröße vorher mit einem Stück Pappe oder ähnliches in der Wunschgröße am Aufstellungsort. Sie werden staunen wie groß zum Beispiel ein 42 Zoll-Fernseher in ihrem Wohnzimmer eigentlich ist, im Zweifelsfall lieber eine Nummer kleiner, durch einen zu geringen Betrachtungsabstand leidet die Qualität enorm!

Ausstattungsliste für moderne LCD-TVs:

- Physikalische Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Full-HD)
- HDMI Eingänge nach 1.3(a) Standart, mindestens 2 Stück
- Darstellung von Videobildern mit 24 Bildern pro Sekunde (24p), wichtig für Blu-ray Filme
- Automatische Regelung der Helligkeit in Abhängigkeit der Umgebungshelligkeit

Für die Vorführung beim Händler:

Fragen Sie bei der Vorführung genau nach mit welchem Signal der Fernseher gerade „läuft“ und ob Sie ein gleichwertiges Signal Zuhause überhaupt haben!

Bestehen Sie vor allen Dingen auch auf eine Vorführung mit normalem PAL-Fernsehen! mit HDTV-Bildern sehen die Geräte für den „ungeübten“ fast immer toll aus, Zuhause bei der Tagesschau kommt dann das böse erwachen…

Kaufen Sie einen Fernseher der IHNEN gefällt und nicht immer einen mit den meisten Testsiegen!

Was ist noch wichtig?

Informieren Sie sich ganz genau über die Garantiebedingungen, was passiert wenn der TV doch mal kaputt geht? Müssen Sie das „Monstrum“ vielleicht selber verschicken?

Grundsätzlich ist ein Fachhändler vor Ort bei so großen Geräten sicher vorzuziehen, auch wenn er paar Euro teurer als das Internet ist.

 

Sollten noch Fragen unbeantwortet geblieben sein, so können Sie diese in unserem LCD-TV Forum stellen.

 

Aktuelle Angebote:

 

- Samsung Fernseher

- Philips Fernseher

- LG Fernseher

- Sony Fernseher

Planar PD-370

Schick sind sie ja, es gibt nur einiges zu beachten...


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