3D-Boom – vorerst nur geringe Nachfrage

3D-Boom – vorerst nur geringe Nachfrage: Marktforscher erwarten zunächst nur geringe Nachfrage nach 3D-Fernsehen

Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen DisplaySearch erwartet, dass das 3D-Fernsehen nur schleppend starten wird. Die Analysten prognostizieren, dass in diesem Jahr weltweit nicht mehr als 3,2 Millionen 3D-fähige Fernseher verkauft werden, davon 1,6 Millionen Geräte in Nordamerika.

"Während TV-Hersteller große Pläne und eine Menge neuer Produkte haben, werden die Konsumenten weiter vorsichtig sein", erklärte DisplaySearch-Analyst Paul Gray. Den Verbrauchern sei gesagt worden, dass 3D-Fernsehen die Zukunft ist, aber es gebe noch zu wenig Inhalte, so Gray. Die Verbraucher hätten zudem gelernt, dass die Preise rapide sinken werden, wenn sie nur lange genug warteten, kommentierte DisplaySearch-Analyst Paul Gagnon.

DisplaySearch erwartet, dass der Markt nach einem anfänglich schleppenden Start bis 2014 deutlich anziehen wird. Mit sinkenden Preisen und deutlich mehr verfügbaren Inhalten könne der 3D-Technologie in den kommenden Jahren ein "gewaltiges Wachstum" bevorstehen. Die Marktforscher prognostizieren, dass im Jahr 2014 bereits mehr als 90 Millionen 3D-Fernseher verkauft werden. Der Anteil von 3D-fähigen Geräten am Gesamtmarkt für Flachbildfernseher würde damit auf 41 Prozent hochschnellen - während er in diesem Jahr noch bei gerade einmal 2 Prozent liegt.

Etwas optimistischer schätzt der deutsche Branchenverband BITKOM die Lage ein, zumindest für dieses Jahr. Laut einer im August veröffentlichten Prognose erwartet der BITKOM, dass 2010 weltweit knapp sechs Millionen 3D-Fernseher verkauft werden. Im nächsten Jahr sollen es fast zehn Millionen Geräte sein, 2012 dann über 25 Millionen 3D-Fernseher.

In Deutschland soll laut der Prognose des Branchenverbandes Ende 2010 bereits in über 100.000 Haushalten ein 3D-Fernseher stehen. Bis zum August 2010 sind den Berechnungen des BITKOM zufolge hierzulande allerdings erst knapp 30.000 3D-Fernseher verkauft worden. Die Kunden gaben dabei durchschnittlich 2.000 Euro für ein Gerät aus.

Als Bremsklotz für das 3D-Fernsehen erweist sich neben den noch hohen Preisen vor allem die mangelnde Verfügbarkeit an dreidimensionalen Inhalten. Die derzeit frei im Handel erhältlichen Inhalte auf 3D-Blu-ray-Disc lassen sich an einer Hand abzählen. Immerhin hat Sony vor wenigen Tagen einige Neuheiten angekündigt, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden sollen.


 
verfasst von Oliver Völker
 

Verfasst am:

14.10.2010 14:30

 
 

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