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Niederlage - RealNetworks stampft DVD-Ripper RealDVD ein

 

 

 

news   04.03.2010

 

 

 

RealNetworks hat den Rechtsstreit um sein DVD-Kopier-Programm RealDVD endgültig verloren. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, eine Berufungsklage gegen einen per Einstweilige Verfügung verhängten Verkaufsstopp der Software zurückgezogen zu haben.

Eigenen Angaben zufolge hat sich RealNetworks mit der Hoyllwood-Lobbyorganisation MPAA (Motion Picture Association of America) auf einen Vergleich geeinigt. In dessem Rahmen zahlt das Unternehmen den Filmstudios einen Schadenersatz in Höhe von 4,5 Millionen US-Dollar, stellt den Vertrieb von RealDVD ein und verpflichtet sich, ähnliche Programme künftig nicht mehr anzubieten.

Außerdem wird auch der Metadata-Service eingestellt, mit dem RealNetworks die Käufer der Software unter anderem mit DVD-Cover und Filminformationen versorgte. Den etwa 2.700 Kunden, die RealDVD vor dem Verkaufsverbot für 30 US-Dollar erworben hatten, erstattet der Hersteller den Preis zurück.

Der neue RealNetworks-Vorstandsvorsitzende Bob Kimball zeigte sich erleichtert über das Ende des Rechtsstreits mit der Filmindustrie. Er hatte vor kurzem Unternehmensgründer Rob Glaser abgelöst, der sich für RealDVD gegen den Widerstand der Filmstudios eingesetzt hatte. Man werde sich nun wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren, sagte Kimball.

RealNetworks hatte die Software im September 2008 vorgestellt. RealDVD ermöglicht das Kopieren von CSS-geschützten Film-DVDs auf die Festplatte des Computers, verschlüsselt die Dateien danach aber wieder. RealNetworks verfügt über eine Lizenz für das längst geknackte DVD-Verschlüsselungsverfahren CSS (Content Scramble System).

Die MPAA, die die sechs größten US-Filmstudios vertritt, sah durch die Software ihre Copyright-Rechte verletzt und klagte, um deren Vertrieb zu verhindern. RealNetworks reichte ebenfalls eine Klage ein, um die volle Legalisierung von RealDVD zu erreichen. Anfang Oktober 2008 verhängte die US-Justiz erstmals ein Verkaufsverbot gegen die Software. Das Urteil wurde im August 2009 und nochmals im Januar 2010 bestätigt.

RealNetworks hatte vergeblich argumentiert, dass die mit RealDVD erstellten Kopien unter die "Fair Use"-Klausel des US-Urheberrechts fallen. Das Gericht folgte jedoch der Argumentation der Filmindustrie: Obwohl die Software die CSS-Verschlüsselung intakt ließe und kopierte DVDs wiederum verschlüssele, verbiete der Digital Millenium Copyright Act (DMCA), Software oder Hardware zur Herstellung technisch geschützter Werke in Umlauf zu bringen.

 

zusätzliche Infos:

 

- DVD-Kopierer Kaleidescape unterliegt vor Gericht

- Forum

 

 

 

 

 

   

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