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Sky überträgt WM-Spiele mit Vuvuzela-Filter

 

 

 

news   17.06.2010

 

 

 

Der deutsche Pay-TV-Anbieter Sky stellt seinen Abonnenten ab sofort eine optionale Tonspur zur Verfügung, bei der die dominante Geräuschkulisse der Vuvuzelas genannten Kunststofftrompeten bei den Übertragungen der WM-Spiele herausgefiltert wird. Sky-Abonnenten, die weiterhin den Originalton aus den Stadien Südafrikas hören wollen, können diesen ab sofort über die Tonoption 2 ihres Digital-Empfängers anwählen.

Der Sender reagiert damit auf die Klagen zahlreicher Zuschauer, die den Klang der Vuvuzelas als monotones und störendes Dauergetröte empfinden. Das lokale Organisationskomitee der Fußball-Weltmeisterschaft hatte vor drei Tagen ein Verbot der Kunststofftrompeten ausgeschlossen. Auch FIFA-Präsident Sepp Blatter sprach sich mit Verweis auf südafrikanisches Kulturgut gegen ein Verbot der Vuvuzelas aus.

Sky verspricht, dass die Atmosphäre im Station bei der neuen Tonoption nicht verloren geht. Vielmehr seien dadurch die Gesänge der internationalen Fangruppen, das Aufraunen nach einem gelungenen Dribbling und die typischen Geräusche des Spielgeschehens, die bislang vom Klang der Vuvuzelas überlagert wurden, erstmals auch im Fernsehen zu hören.

Ermöglicht wird dies durch einen Spezialfilter, der in Zusammenarbeit mit Skys Produktionspartner Plazamedia entwickelt wurde. Dieser Filter kann während der gesamten Übertragung eines WM-Spiels manuell nachjustiert werden, um den genauen Ton der Vuvuzelas bestmöglich zu treffen und ausblenden zu können.

"Bei der Übertragung der Spiele im Fernsehen wirkt die Beschallung durch die Vuvuzelas noch intensiver als in den Stadien vor Ort", sagt Sky-Vorstand Carsten Schmidt. "Da dies unter vielen unserer Zuschauer für Irritationen und Enttäuschung über die nicht hörbaren Fangesänge gesorgt hat, nutzt Sky die technische Möglichkeit, die Geräusche der Instrumente spürbar herauszufiltern.

Wir respektieren die südafrikanische Fankultur und die Vuvuzela als ein Symbol dieser Weltmeisterschaft, wollen unseren Abonnenten mit dieser Maßnahme aber die Möglichkeit bieten, den Ton zu wählen, den sie aus den europäischen Stadien gewohnt sind." Das ZDF hatte zuvor erklärt, dass das Herausfiltern der Geräuschkulisse Probleme bereitet: "Wenn hunderte Vuvuzelas tröten, entstehen Schwebungen – und die bereiten den Filtern größere Probleme.

Das Vuvuzela-Grundgeräusch mag mit einem Filter dämpfbar sein. Dafür hört man jetzt hochfrequentes Gerausche und Gezischel – auf Dauer ein Garant für Kopfschmerzen." Eigenen Angaben setzt der Sender bereits Filter bei seinen Übertragungen ein, diese seien allerdings kein Allheilmittel. Die Filter würden auch in die Frequenzbänder eingreifen, auf denen die Kommentatoren sprechen.

 

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