Ultrabooks sind Europäern zu klein und zu teuer

Ultrabooks sollen nach Erwartungen von Intel schon Ende 2012 einen Marktanteil von 40 Prozent erreichen. Das hochgesteckte Ziel wird aber wohl deutlich verfehlt werden

Der taiwanische Branchendienst DigiTimes berichtet, dass die Hersteller in diesem Jahr nur mit rund 20 Prozent Marktanteil rechnen, also gerade mal die Hälfte. DigiTimes beruft sich dabei auf Quellen bei mehreren asiatischen Zulieferern.

Der Grund dafür soll vor allem im Kaufverhalten der Europäer liegen, die bisher nur wenig Interesse an den Ultrabooks haben sollen. Die aktuell verfügbaren Ultrabooks seien den Anwendern in Europa, die einen signifikanten Teil des Weltmarktes für Notebooks ausmachen, schlichtweg zu klein, heißt es.

Ultrabooks werden zumeist in den Größenklassen von 11 oder 13 Zoll angeboten. In Europa würden sich die Anwender aber vornehmlich für Mobilrechner mit Bildschirmdiagonalen von 15 Zoll oder größer interessieren, so DigiTimes. Diese Geräte kommen auf einen weltweiten Anteil von 40 bis 45 Prozent am Notebook-Markt. Das bezieht sich auf die Modelle, nicht auf die Verkaufszahlen.

Bisher gibt es aber noch kein Ultrabook, das diesen Anforderungen entspricht. Das Modell mit der größten Bildschirmdiagonale ist derzeit der 14-Zöller Envy 14 Spectre von Hewlett-Packard, das mit 1.400 Euro aber auch relativ teuer ist. Weitere 14- und 15-Zoll-Ultrabooks sind bislang lediglich angekündigt, etwa Acers Timeline-Ultra-Serie.

Ein weiteres Problem für die Geräteklasse ist nach wie vor der Preis. Die meisten Ultrabooks kosten um die 1.000 US-Dollar. Die Hersteller gehen davon aus, dass die Anschaffungskosten noch deutlich sinken müssen, auf etwa 700-US-Dollar. Erst dann werde die Geräteklasse auf breite Akzeptanz stoßen.


 
verfasst von Oliver Völker
 
 

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