Bundesverband wirbt um Frauen für die Spiele-Entwicklung

Die deutsche Spielebranche will mehr Frauen in die Reihen der Entwickler holen

Dafür soll eine Initiative des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) sorgen. Der BIU hat am Dienstag seinen Beitritt zum Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technologie) bekannt gegeben. Die Initiative unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung soll junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Karrieren in der Wirtschaft gewinnen.

Der Branche hafte nach wie vor ein Image an, das Frauen vielfach abschreckt, so der BIU. So würden etwa scheinbar tage- und nächtelanges, langweiliges Programmieren und Spiele ohne interessante Handlung das Bild prägen. Frauen seien generell in der Softwarebranche selten zu finden, bei der Entwicklung von Spielen sei das Fehlen von weiblichen Fachkräften aber besonders ausgeprägt.

"Dabei handelt es sich um ein kreatives Arbeitsfeld, das viel Raum für eigene Ideen lässt", so BIU-Geschäftsführer Maximilian Schenk. Er sei überzeugt davon, dass Frauen vermehrt diese Richtung einschlagen werden, wenn sie erst mal entdeckt haben, was für Möglichkeiten sich in der Spielebranche bieten. Tatsächlich sei die Arbeit interessant und vielfältig und erforderte jede Menge Teamarbeit.

Der BIU weist zudem darauf hin, dass neben den klassischen Unterhaltungsspielen auch der Markt der sogenannten Serious Games rasant wächst, in denen Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten an die Spielenden vermittelt werden, rasant. Dies sei eine ideale Sparte für alle, die neben ihrem technischen Wissen auch vielfältige anderen Fähigkeiten in den Beruf einbringen möchten.

Zu den wichtigsten Berufsfeldern im Bereich der Spieleentwicklung zählen Game-Designer, Producer, Modeller und Programmierer/Programmiererin. Um bereits Mädchen darauf aufmerksam zu machen, plant der BIU in Zusammenarbeit mit der Games Academy einen Workshop zu den Themen Programmierung, Design, Produktion am diesjährigen Girls Day in Berlin (26. April 2012).


 
verfasst von Oliver Völker
 
 

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