Hackerangriff auf Steam schwerwiegender als gedacht: Hacker hatte Zugriff auf die Anwenderdatenbank von Steam
Der kürzlich bekannt gewordene Hackerangriff auf die Steam-Plattform war doch schwerwiegender als zunächst vermutet. Steam-Betreiber Valve hat nun mitgeteilt, dass sich die Angreifer auch Zugriff auf die Anwenderdatenbank verschafft haben, die unter anderem verschlüsselte Kreditkarteninformationen enthält.
"Wir haben herausgefunden, dass Eindringlinge sich Zugang zu den Foren und zu einer Datenbank von Steam verschafft haben", schreibt Valve-Chef Gabe Newell in einer Mitteilung an die Steam-Nutzer. Diese Datenbank enthält die Namen von Nutzern, Salt-Hashes von Passwörtern, Informationen über Spielekäufe, E-Mail-Adressen, Rechnungsadressen und verschlüsselte Kreditkarteninformationen.
Eigenen Angaben zufolge hat Valve derzeit noch keine Beweise gefunden, dass die verschlüsselten Kreditkarteninformationen oder andere persönliche Daten der Nutzer von den Angreifern kopiert worden sind. Ebenso gebe es keine Anhaltspunkte, dass die Kreditkartendaten oder Passwörter entschlüsselt wurden.
Newell weist aber auch darauf hin, dass der Vorfall noch untersucht wird. Das Unternehmen empfiehlt seinen Kunden aus Sicherheitsgründen, Passwörter zu ändern und Kreditkartenabrechnungen genau zu prüfen.
Laut Valve waren Unbekannte am vergangenen Sonntag in die Foren-Server eingedrungen und hinterließen dabei Hinweise auf eine Webseite, die Einstiegshilfen und Tools für Hacker anbietet. Die Betreiber der Webseite bestreiten allerdings, etwas mit dem Vorfall zu tun zu haben.
Die offiziellen Steam-Foren sind weiterhin offline. Nach Angaben von Valve sollen die Server sobald wie möglich wieder hochgefahren werden. Die Forennutzer sollen dann aufgefordert werden, ein neues Passwort einzugeben.
In den vergangenen Monaten kam es vermehrt zu Hackerangriffen auf Unternehmen der Spielebranche. Unter anderem waren Bethesda Softworks, Codemasters und Epic Games betroffen. Dabei wurden zum Teil auch Nutzerdaten entwendet. Weitere Attacken richteten sich gegen Nintendo und Sonys Online-Dienste wie das Playstation Network.
Verfasst am:
11.11.2011 16:08Artikel bewerten:
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