Intels Sandy-Bridge-Chipsätze weisen Hardware-Fehler auf

Intels Sandy-Bridge-Chipsätze weisen Hardware-Fehler auf: Problem mit SATA-Controller bei Intel Sandy-Bridge

Die "Cougar Point"-Serie der Chipsätze für Intels jüngste Prozessorgeneration "Sandy Bridge" weist einen Hardware-Fehler auf. Das gab der weltgrößte Chiphersteller am Montag bekannt. Die Prozessoren selbst sind nach Unternehmensangaben nicht von dem Problem betroffen.

Laut Intel handelt es sich um einen Fehler, der die Leistung der SATA-Ports für maximal 3 GBit/s "mit der Zeit verschlechtern" kann. Daran angeschlossene Geräte wie Festplatten sollen dann nicht mehr korrekt arbeiten. Der Fehler kann sich beispielsweise darin äußern, dass hohe Fehlerraten bei der SATA-Kommunikation mit den Geräten auftreten oder diese schlichtweg nicht mehr vom SATA-Controller erkannt werden. Die beiden Schnittstellen für SATA 6 GBit/s der neuen Chipsätze sollen problemlos arbeiten.

Betroffen sind potenziell alle bisher produzierten Mainboards mit der LGA1155-Fassung für die Prozessoren der neuen Baureihen Core i3-2000, Core i5-2000 und Core i7-2000. Der Fehler in den Chipsätzen soll laut Intel mit einer Rate von ungefähr fünf Prozent in einem Lebenszeitraum von drei Jahren auftreten. Daher habe man den Fehler trotz aufwendiger Testverfahren auch erst nach der Auslieferung in einer größeren Stückzahl von Produkten gefunden.

Intel hat den Hardware-Fehler bereits beseitigt und will die bereits in der Produktion befindliche, überarbeitete Version des Chipsatzes ab Ende Februar an Kunden ausliefern. Die volle Lieferkapazität soll jedoch erst im April wieder erreicht werden. Bereits verkaufte Produkte will das Unternehmen gemeinsam mit seinen OEM-Partnern umtauschen. Darunter fallen Systeme mit den neuen Core-i5- und i7-CPUs. Wie der Umtausch ablaufen soll, klärt Intel derzeit noch mit den Herstellern.

Der Fehler wird sich finanziell bemerkbar machen. Intel beziffert die Kosten für den Austausch bereits verkaufter Systeme mit rund 700 Millionen US-Dollar. Dazu kommen voraussichtlich weitere 300 Millionen US-Dollar Umsatzausfall. Der Chiphersteller hat seine Prognosen für das laufende erste Quartal und das Geschäftsjahr 2011 bereits entsprechend angepasst.


 
verfasst von Oliver Völker
 

Verfasst am:

01.02.2011 16:00

 
 

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