Britische Regierung hält am Internet Explorer 6 fest

Britische Regierung hält am Internet Explorer 6 fest: keine aktuellen Internet-Browser für England

Britische Regierung hält am Internet Explorer 6 fest: keine aktuellen Internet-Browser für England

Die britische Regierung will am Einsatz des völlig veralteten Internet Explorer 6 festhalten, der Browser sei ausreichend sicher. Das geht aus einer offiziellen Antwort auf eine Online-Petition im Rahmen der von der neuen britischen Koalitionsregierung eingerichteten Webseite für Verbesserungsvorschläge hervor. In der Petition wurde vorgeschlagen, auf aktuellere Browser umzusatteln.

Nach Meinung der britischen Regierung gebe es keine Beweise dafür, dass der Wechsel von einem mit allen Patches versorgten Internet Explorer 6 auf einen anderen Browser die Sicherheit erhöhe. "Komplexe Software wird immer Schwachstellen haben und motivierte Bösewichte werden immer versuchen, sie ausfindig zu machen und auszunutzen."

Die britische Regierung argumentiert, der Umstieg auf einen anderen aktuellen Browser sei zu aufwendig und würde den Steuerzahler zu viel kosten. Weniger kostenintensiv sei der Einsatz von Firewalls und Virenscannern. Zudem stelle Microsoft auch weiterhin Updates für den Internet Explorer 6 bereit.

Nicht nur Webentwickler raten von der Verwendung des IE 6 wegen der fehlenden Unterstützung von Web-Standards ab. Auch Sicherheitsexperten sind sich einig, dass der über neun Jahre alte Browser aufgrund seiner Anfälligkeiten nicht mehr produktiv eingesetzt werden sollte.

Auch Microsoft rät vom Einsatz des IE 6 ab. Der Softwarekonzern hat es sich zum Ziel erklärt, den Marktanteil des Browsers auf Null zu senken. "Würden sie neun Jahre alte Milch trinken", hieß es in einer Kampagne. Das Internet habe sich weiterentwickelt und die Sicherheitsfunktionen des Browsers seien heute veraltet.

Neben Microsoft hat auch Google dem Internet Explorer 6 den Kampf angesagt. Der Internetkonzern hat im Februar angekündigt, dass diverse Google-Dienste die Unterstützung des Browsers im Lauf des Jahres einstellen werden. Zuvor war Google Opfer eines breitangelegten Hacker-Angriffs geworden, die eine Sicherheitslücke im Internet Explorer 6 ausgenutzt hatte.

So ganz fruchten die Bemühungen der beiden Konzerne aber noch nicht. Laut der Browser-Statistik von Net Applications betrug der weltweite Marktanteil des Internet Explorer 6 im Juli 2010 immer noch 16,97 Prozent. Der Anteil des Browsers ist damit in den vergangenen drei Monaten um lediglich 0,61 Prozent gesunken.


verfasst von Oliver Völker
 
Britische Regierung hält am Internet Explorer 6 fest: keine aktuellen Internet-Browser für England

Britische Regierung hält am Internet Explorer 6 fest: keine aktuellen Internet-Browser für England

Verfasst am:

06.08.2010 22:00

 

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