Blu-ray und Video-on-Demand treibt deutschen Videomarkt an

Blu-ray und Video-on-Demand treibt deutschen Videomarkt an: Bis jetzt insgesamt 78,6 Millionen Bildtonträger verkauft

Der Bundesverband Audiovisuelle Medien (bvv) hat aktuelle Zahlen zum Videokaufmarkt in Deutschland veröffentlicht. Demnach wurden in den ersten drei Quartalen 2011 insgesamt 78,6 Millionen Bildtonträger verkauft und damit drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das führte in Verbindung mit leicht rückläufigen Durchschnittspreisen zu einem nahezu gleichbleibenden Umsatz in Höhe von 886 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 888 Millionen Euro). Dabei hebt der bvv insbesondere das Blu-ray-Disc-Format und legale Online-Filme (Video on Demand) als Wachstumsmotoren hervor.

Der Umsatz mit der Blu-ray-Disc legte im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent auf 162 Millionen Euro zu. Damit wird knapp jeder fünfte Euro (18,3 Prozent) auf dem deutschen Videokaufmarkt mit Blu-rays und 3D-Blu-rays verdient. Insgesamt wurden 10,6 Millionen Blu-ray-Discs in Deutschland verkauft.

Der Umsatz im DVD-Geschäft ist aufgrund des zunehmenden Interesses an Blu-ray und Video on Demand erneut zurückgegangen. Laut dem bvv wurde ein Umsatz in Höhe von 701 Millionen Euro erzielt und damit 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der DVD-Absatz lag bei 65 Millionen, womit das Format immer noch einen Marktanteil von 82,7 Prozent hat.

Mit Video-on-Demand-Angeboten wurde nach Angaben des bvv ein Umsatz in Höhe von 22 Millionen Euro erwirtschaftet, nachdem es im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch 16 Millionen Euro waren. Mit 3,0 Millionen verkauften Einheiten über Video-on-Demand-Angeboten liegt der Marktanteil bei 3,8 Prozent. Der Bundesverband weist dabei darauf hin, die Arbeitsgruppe Digital Business gestartet zu haben, um die Verbraucher auf die Möglichkeiten des Erwerbs legaler Online-Filme aufmerksam zu machen.

Der Durchschnittspreis für filmische Inhalte sinkt weiter und liegt nun bei 11,27 Euro (Vorjahreszeitraum: 11,57 Euro). Dabei handelt es sich um den Gesamtdurchschnittspreis für Bildtonträger und Online-Angebote.

Der meistverkaufte der ersten drei Quartale 2011 war "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" Am zweithäufigsten kauften die deutschen Konsumenten "Kokowääh" von und mit Til Schweiger, gefolgt vom Animationsfilm "Rapunzel – neu verföhnt" auf dem dritten Rang.

Im Verleihhandel ist die Anzahl der Verleihvorgänge von 77,0 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 76,0 Millionen gesunken. Aufgrund des hohen Zuwachses der Online-Vermietvorgänge (plus 59 Prozent) auf 7,0 Millionen Einheiten und die in diesem Segment um 40 Prozent höheren Durchschnittspreise von 3,36 Euro (im Vergleich zu 2,40 Euro beim Verleih der physischen Bildtonträger DVD und Blu-ray) lag der Umsatz im Videoverleih insgesamt aber gleichbleibend bei 189 Millionen Euro.

Der Verleihmarkt kommt auf insgesamt 76 Millionen ausgeliehene Einheiten. Hier liegt die DVD mit einem Anteil von 75,9 Prozent nicht ganz so weit vorne wie im Kaufmarkt. Die Blu-ray Disc kommt auf 14,9 Prozent und auf Video-on-Demand-Angebote entfallen 9,2 Prozent.


 
verfasst von Oliver Völker
 
 

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