InSight - NASA kündigt die nächste Marsmission an

InSight - NASA kündigt die nächste Marsmission an

Geophysik-Experiment aus Deutschland fliegt 2016 zum Mars

Nach dem erfolgreichen Start der Curiosity-Mission hat die NASA nun schon den nächsten Einsatz auf dem Roten Planeten beschlossen. Im Rahmen des "Insight"-Projekts soll ab 2016 das Innere des Mars untersucht werden. Wie auch bei Curiosity ist deutsche Technik an Bord.

InSight steht für "Interior Exploration using Seismic investigations, geodesy and heat transport". Bei der Mission sollen vor allem geophysikalische Experimente auf und unter der Marsoberfläche durchgeführt werden, unter anderem durch Messung der Geschwindigkeit von seismischen Wellen oder des Wärmeflusses.

Ziel von Insight ist, den Aufbau und Zustand von Kern und Mantel sowie die thermische Entwicklung des Mars besser zu verstehen. Die Forscher wollen klären, warum sich der Mars im Vergleich zur Erde deutlich anders entwickelt hat. Beispielsweise gibt es auf dem Roten Planeten keine Plattentektonik
mit Kontinentalverschiebung. Es könnte der entscheidende Unterschied sein, warum auf der Erde die Voraussetzungen für Leben so viel günstiger sind als auf dem Mars.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt sich mit dem Geoexperiment HP³ alias "Heat Flow and Physical Property Package". Es nutzt einen elektromechanischen Schlagmechanismus, der einen Instrumentenbehälter bis zu fünf Meter tief in den Marsboden einbringen kann. Damit soll der Wärmefluss unter der Marsoberfläche erfasst werden. Die Vermessung direkt unter der Oberfläche ermöglicht es, auf die Wärmeproduktion im Planeteninneren zu schließen. So ergeben sich Hinweise auf die Zusammensetzung des Mars und seine fortwährende Abkühlung.


"Bisher ist solch ein vollautomatischer Maulwurf noch auf keinem Körper des Sonnensystems zum Einsatz gekommen", erläutert Tim van Zoest vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen, wo der Schlagmechanismus entwickelt wurde. "Vergleichbare Experimente zur Analyse des Untergrunds gab es bisher nur von Hand auf dem Mond bei den amerikanischen Apollomissionen 15 bis 17 zu
Beginn der 1970er Jahre, das waren damals aber eher konventionelle Bohrer."

Die Insight-Sonde soll in vier Jahren zum Mars starten und dann nach einem halbjährigen Flug im September 2016 dort landen. Die Mission soll zwei Jahre dauern. Das Budget gibt die US-Weltraumbehörde mit 425 Millionen US-Dollar an. Neben dem DLR ist auch die französische Weltraumorganisation CNES beteiligt.

Der Mars ist mit einem Durchmesser von knapp 6800 Kilometern nur halb so groß wie die Erde. Sein innerer Aufbau ist nicht sehr gut bekannt. Mit den geophysikalischen Messungen der für 2016/17 geplanten NASA-Landesonde InSight sollen neue Erkenntnisse zur Struktur und thermischen Entwicklung des Planeten gewonnen werden. Der Mars hat, wie alle erdähnlichen Planeten, einen Schalenaufbau. Der relativ kleine, heiße Eisenkern ist von einem vermutlich zum größten Teil erstarrten Mantel aus eisenreichem, silikatischem Gestein umgeben. Über der von vulkanischen Gesteinen geprägten, stark oxidierten Kruste wölbt sich eine dünne Kohlendioxyd-Atmosphäre. Es gibt Indizien dafür, dass der Mars in seiner Frühzeit ein (vermutlich aber nur schwaches) Magnetfeld hatte.
Der Mars ist mit einem Durchmesser von knapp 6800 Kilometern nur halb so groß wie die Erde. Sein innerer Aufbau ist nicht sehr gut bekannt. Mit den geophysikalischen Messungen der für 2016/17 geplanten NASA-Landesonde InSight sollen neue Erkenntnisse zur Struktur und thermischen Entwicklung des Planeten gewonnen werden. Der Mars hat, wie alle erdähnlichen Planeten, einen Schalenaufbau. Der relativ kleine, heiße Eisenkern ist von einem vermutlich zum größten Teil erstarrten Mantel aus eisenreichem, silikatischem Gestein umgeben. Über der von vulkanischen Gesteinen geprägten, stark oxidierten Kruste wölbt sich eine dünne Kohlendioxyd-Atmosphäre. Es gibt Indizien dafür, dass der Mars in seiner Frühzeit ein (vermutlich aber nur schwaches) Magnetfeld hatte.
Quelle: JPL/NASA


 
verfasst von Oliver Völker
 
 

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