Sony räumt weiteren Hackerangriff ein

Bei einem Hackerangriff auf Sony Music wurde offenbar das millionenschwere Gesamtwerk von Michael Jackson kopiert

Laut britischen Medienberichten sind nun zwei Männer in Großbritannien angeklagt worden. Sie sollen sich Zugang zu den Servern von Sony Music verschafft und mehrere zehntausend Musikdateien kopiert haben. Den beiden Männern werden Urheberrechtsverletzungen und Computermissbrauch vorgeworfen.

Der Diebstahl ist erst jetzt bekannt geworden, nachdem die beiden Männer wegen eines Haftprüfungstermins vor einem britischen Gericht in Leicester erschienen waren. Sie waren bereits im Mai 2011 festgenommen worden. Sony räumte den Zwischenfall nun im Zuge des Verfahrens ein.

Der Einbruch in die Server von Sony Music ereignete sich bereits im April 2011. Entdeckt wurde er im Zuge der Ermittlungen wegen des Hackerangriffs auf Sonys Playstation Network im Frühjahr des vergangenen Jahres, bei dem Daten von 77 Millionen registrierten Nutzern gestohlen wurden. Kurz darauf wurden die Musikdateien von Sony Music entwendet.

Insgesamt sollen die beiden 50.000 Musikdateien kopiert haben. Den Großteil sollen die gesammelten Werke von Michael Jackson ausmachen, darunter auch bislang unveröffentlichtes Material. Sony wollte sich nicht dazu äußern, ob die gestohlenen Songs jemals im Internet aufgetaucht sind.

Sony erwarb die Sammlung laut Medienberichten im Jahr 2010 für 250 Millionen US-Dollar (rund 190 Millionen Euro) von den Nachlassverwaltern. Der Vertrag über das Gesamtwerk von Michael Jackson wurde neun Monate nach seinem Tod geschlossen. Der Musiker starb im Juni 2009 im Alter von nur 50 Jahren.

Die beiden Männer haben sich für nicht schuldig erklärt. Sie wurden nun gegen Kaution freigelassen. Der Prozess gegen sie soll erst im Januar 2013 beginnen.


 
verfasst von Oliver Völker
 

Verfasst am:

05.03.2012 22:46

 

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