Weiterer MegaUpload-Betreiber auf Kaution frei (Update)

Knapp vier Wochen nach der Aktion gegen den Filehoster MegaUpload ist ein weiterer damals Festgenommener auf Kaution freigelassen worden

Nach Angaben von TorrentFreak wurde der Deutsche von Richter David McNaughton auf freien Fuß gesetzt. Über die Höhe der Kaution liegen keine Angaben vor. Die Freilassung erfolgte zudem nur unter strengen Auflagen. So muss er sich ausschließlich im Haus eines Mitangeklagten in Auckland aufhalten. Außerdem ist ihm die Internetnutzung untersagt.

Nach Angaben des FBI handelt es sich bei ihm nach MegaUpload-Chef Kim Schmitz um den zweiten Mann bei dem Filehoster. Laut Anklageschrift sollen ihm 25 Prozent der Anteile an MegaUpload gehören.

Inzwischen befinden sich drei der vier damals Festgenommenen wieder auf freiem Fuß, wenn auch unter strengen Auflagen. Kim Schmitz sitzt dagegen weiter in Untersuchungshaft. Richter McNaughton verweigerte die Freilassung auf Kaution mit dem Argument, dass die Fluchtgefahr zu groß sei. So könne sich Schmitz mit einer Flucht nach Deutschland der drohenden Auslieferung an die USA entziehen.

Schmitz bleibt vorerst bis zum 22. Februar 2012 in Haft. An diesem Tag will das Gericht über den Auslieferungsantrag der US-Behörden entscheiden. Laut dem Magazin Computerworld berufen sich die US-Behörden auf eine UN-Vereinbarung zum organisierten Verbrechen, um die Auslieferung von Schmitz und den anderen Angeklagten an die USA zu erreichen.

US-Behörden hatten MegaUpload vor rund einem Monat vom Netz genommen. Den Betreibern wird vorgeworfen, mit dem Filesharing-Dienst Online-Piraterie urheberrechtlich geschützter Werke ermöglicht zu haben. Sie sollen illegale Gewinne in Höhe von insgesamt 175 Millionen US-Dollar gemacht und einen Schaden von rund einer halben Milliarde US-Dollar verursacht haben.

Update 18.02.2012

Nun ist schon fast einen Monat her seitdem der Filehoster Megaupload geschlossen wurde. Jetzt scheinen sich die Wolken um den Gründer K.Schmitz noch weiter zu verdunkeln. Laut einem Bericht der „Welt-Online“ werden dem Gründer von Megaupload jetzt weitere Vorwürfe zur Last gelegt. So soll Megaupload urheberrechtlich geschütztes Material von anderen Webseiten, wie YouTube, heruntergeladen und verbreitet haben. Die Macher von Megaupload sind sich aber anscheinend keiner Schuld bewusst und bestreiten vehement alle Vorwürfe gegen sie. Entsprechend fordern die US-Behörden nachwievor die Auslieferung der Megaupload-Macher in die USA. 


 
verfasst von Oliver Völker
 

Verfasst am:

18.02.2012 18:51

 

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