Das FBI hat ihre Akte zu Steve Jobs veröffentlicht. Daraus gehen einige noch unbekannte Informationen über den im Oktober 2011 verstorbenen Apple-Mitbegründer hervor
Die US-Bundespolizei hatte die knapp 200 Seiten umfassende Akte angelegt, da Jobs im Jahr 1991 als Berater für den damaligen US-Präsidenten George Bush (Senior) im Gespräch war. Ziel war eine allgemeine Einschätzung seiner Person, wofür rund 30 Weggefährten von Jobs befragt wurden. Zudem sollte auch festgestellt werden, ob es in seiner Vergangenheit etwas gab, weswegen er erpresst werden könnte.
Der Akte zufolge war dem FBI bereits damals bekannt, dass Jobs anscheinend in seiner Jugend Marihuana und LSD genommen hatte. Auch die Geschichte mit seiner Tochter, die er zunächst angeblich nicht unterstützte, sowie die Kritik einiger Ex-Mitstreiter lassen sich in der Akte finden. So heißt es etwa: "Mehrere befragte Personen bezweifeln die Ehrlichkeit von Herrn Jobs und hätten gesagt, er verdrehe die Wahrheit und verzerre die Realität, um seine Ziele zu erreichen."
Ein anderer früherer Weggefährte von Jobs bezeichnete ihn als "ehrlich und vertrauenswürdig", sein moralischer Charakter soll aber "fragwürdig" gewesen sein. Seine Eignung für einen hohen Regierungsposten wurde aber nicht in Frage gestellt, weil "Ehrlichkeit und Integrität nicht die erforderlichen Qualitäten für eine solche Position sind."
Bisher unbekannt ist die Geschichte von einer Bombendrohung aus dem Jahr 1985. Ein Erpresser forderte unter anderem von Jobs eine Million US-Dollar und behauptete, Bomben in drei Häusern platziert zu haben. Jobs und die anderen Erpressungsopfer wandten sich daraufhin an das FBI. Es wurden allerdings keine Bomben gefunden und der Erpresser wurde auch nicht ausfindig gemacht.
Ebenfalls unbekannt war, dass Jobs zwischen 1988 und 1990 angeblich eine Freigabe für geheime Informationen der Stufe "Top Secret" hatte. Den Zugang hatte er erhalten, da seine Firma Pixar dem US-Geheimdienst Software zur Bearbeitung und Verbesserung von Satellitenaufnahmen anbieten wollte. Das berichtet zumindest die US-Seite Gizmodo, in der FBI-Akte finden sich dazu keine weiteren Angaben.
Das FBI sprach als Fazit eine Empfehlung für das Beratergremium aus. Bush ernannte Jobs schließlich am 24. Mai 1990 zum Mitglied des Exportausschusses. Dem gehörte er bis Januar 1993 an. Die Akte der US-Bundespolizei wurde nun im Rahmen des Freedom of Information Act veröffentlicht. Sie steht auf der Webseite des FBI zur Verfügung.
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10.02.2012 16:35Artikel bewerten:
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