Micron-Chef bei Flugzeugabsturz ums Leben gekommen

Steve Appleton, der Chef des US-amerikanischen Speicherchipherstellers Micron, ist am Freitag bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen

Laut US-Medienberichten stürzte der Hobbypilot am 3. Februar 2012 auf dem Boise Airport in Boise im US-Bundesstaat Idaho ab. Er habe versucht, ein Selbstbauflugzeug des Typs Lancair IV-PT kurz nach dem Start notzulanden, heißt es. Die Ursache des Absturzes ist noch nicht bekannt und wird derzeit untersucht.

Appleton war bereits vor acht Jahren beinahe einem Flugzeugabsturz zum Opfer gefallen. Damals kam er noch mit schweren inneren Verletzungen und Knochenbrüchen davon. Er war ein routinierter Pilot, der mehrere Flugzeuge besaß und bei mehreren Flugshows ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus war Appleton ein professioneller Tennisspieler, besaß den schwarzen Gürtel in Taekwondo und fuhr Motoradrennen. Er wurde nur 51 Jahre alt.

Wirtschaftsexperten hatten schon mehrmals bezweifelt, ob eine verantwortungsvolle Position als Konzernchef mit seinen riskanten Freizeitbeschäftigungen vereinbar sei. Appleton sagte dazu in einem Interview: "Die Dinge, die ich außerhalb der Arbeit mache, sind der Grund, warum ich erfolgreich bin in dieser Branche."

Appleton war 1983 zu Micron gestoßen, wo er eine Reihe von Spitzenpositionen bekleidete. "Steves Leidenschaft und Energie haben Micron unabänderlich geprägt, aber auch Idaho und die Technikbranche insgesamt", heißt in einer Mitteilung des Aufsichtsrats von Micron.

Nach Angaben des Unternehmens wird Präsident und Chief Operating Officer Mark Durcan vorerst den Posten des CEO übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Durcan hatte erst vor kurzem angekündigt, sich im August 2012 aus dem Management zurückziehen zu wollen. Der Handel mit den Wertpapieren von Micron wurde nach dem Unglück vorübergehend ausgesetzt.


verfasst von Oliver Völker
 

Verfasst am:

08.02.2012 23:38

 

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