Internationales Programm zur Abwehr erdnaher Objekte unter Leitung des DLR nimmt seine Arbeit auf
13 Partner aus Forschung und Wissenschaft haben Anfang 2012 die internationale Kooperation NEOShield (Near Earth Object) gegründet. Dessen erklärtes Ziel ist die Erforschung von Abwehrmaßnahmen gegen Asteroiden und Kometen die sich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden. Die Europäische Union unterstützt das ehrgeizige Unternehmen mit rund 4 Millionen Euro. Die teilnehmenden Partner steuern selber noch einen Betrag von 1,8 Millionen hinzu.
Derzeit sind rund 8000 Neos bekannt die der Erde eventuell gefährlich werden könnten. Aktuell kommen jeden Monat gut 70 weitere Neuentdeckungen hinzu. Als erstes müsse man viel über die Zusammensetzung solcher kosmischer Bomben herausfinden um geeignete Abwehrmaßnahmen entwickeln zu können, so die Aussage des DLR. Wichtig ist auch eine geeignete Möglichkeit um die Neos frühzeitig zu entdecken und deren Bahnvermessung so genau wie möglich vornehmen zu können.
Das Ziel der auf dreieinhalb Jahren angesetzten Forschungstätigkeit ist es an einem geeigneten Objekt einen Test zu machen, mit dem Ziel ihn von seiner Bahn abzulenken. Dabei werden grundsätzlich verschiedene Szenarien diskutiert um das zu erreichen. Die Wahrscheinlich sinnvollste Methode wird es wohl sein, einen sich der Erde nähernden Körper so früh wie möglich zu entdecken und mit Hilfe der Gravitation abzulenken. Der Aufprall einer massiven Sonde könnte den Asteroiden minimal vom Kurs abringen. Gelingt dies früh genug, reicht selbst eine so kleine Kurskorrektur aus um dem Körper an der Erde vorbei zu lenken.
Eine andere Methode beschreibt die Platzierung einer Sonde in unmittelbare Nähe des Neo. Durch die Wirkung der Gravitation wird der Asteroid oder Komet minimal abgelenkt. Das wiederum zu einer geringen Abweichung der Flugbahn führt und ihn so an der Erde vorbeiführen könnte. Die Methode den Neo mit einem nuklearen Sprengkopf zu zerstören wird von den Wissenschaftlern nur als allerletztes Mittel gesehen. Also dann wenn der Körper schon zu nah ist und nicht mehr mit Gravitationsmethode abgelenkt werden kann.
Mit der Sprengung würde der Körper in viele kleinere Teile zerlegt. Das Problem könnte sich eher dadurch sogar noch verschlimmern. Dass es irgendwann eine Bedrohung aus dem All geben wird, da sind sich die Forscher einig. Die Frag ist nicht ob, sondern wann.
Quelle: DLR
NEOShield – Asteroidenabwehr nimmt Arbeit auf
Verfasst am:
04.02.2012 15:49Artikel bewerten:
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