Schadsoftware kann MacBook-Akkus angreifen: Charlie Miller entdeckt Sicherheitslücke in Apple-Notebooks
Der Sicherheitsforscher Charlie Miller hat eine Schwachstelle in den Akkus von Apple-Notebooks entdeckt. Darüber ist es möglich, die Stromspeicher so zu manipulieren, dass sie unbrauchbar werden. Theoretisch könnte Schadsoftware sogar in den Akku geschrieben werden.
Die Schwachstelle hängt mit dem Controller zusammen, der das Betriebssystem unter anderem über den Ladezustand des Akkus informiert. Miller fand im Test mit einigen Apple-Notebooks heraus, dass die Kommunikation nur schwach mit Standard-Passwörtern gesichert ist, die er dann auch aus einer älteren Firmware herauslesen konnte. Dadurch erlangte er Zugriff auf den Controller und konnte ihn vollständig manipulieren.
Nach Angaben von Miller ist es ein leichtes, die MacBook-Akkus so zu manipulieren, dass sie nicht mehr funktionieren. Allein bei seinen Tests habe er schon sieben Akkus zerstört. Theoretisch sei es auch möglich, Schadcode in den Akku zu schreiben, so dass Schädlinge auch eine Neuinstallation des Systems überstehen könnten.
Miller wies später darauf hin, dass die MacBook-Akkus mit dieser Methode nicht zur Explosion gebracht werden können. Damit widersprach er einigen Medienberichten über seinen Fund, die diese Behauptung aufgestellt hatten. Ihm sei jedenfalls kein Weg bekannt, eine Explosion mit seiner Methode zu bewerkstelligen, so Miller.
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25.07.2011 00:00Artikel bewerten:
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