Microsoft und Facebook erweitern ihr Suchabkommen: Bing durchsucht Gefällt-mir Links von Facebook Nutzern
Microsoft und Facebook haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekanntgegeben, dass die beiden Unternehmen ihre Partnerschaft im Suchgeschäft ausgeweitet haben. Das Wall Street Journal hatte bereits Mitte September berichtet, dass Microsoft und Facebook entsprechende Verhandlungen führen.
Die neue Vereinbarung sieht vor, dass Nutzer von Microsofts Suchmaschine Bing künftig Suchergebnisse erhalten, die auf Daten der "Gefällt mir"-Funktion ihrer Facebook-Freunde basieren. Diese Suchergebnisse werden in der Liste dann entsprechend gekennzeichnet ("Liked Results"). Der Anwender muss dazu sein Bing-Konto mit seinem Facebook-Profil verknüpfen.
Weiterhin soll es auch leichter werden, über Microsofts Suchmaschine Freunde und Bekannte zu finden. Bing wird dazu künftig auch Suchergebnisse mittels einer Profil-Suche bei Facebook bieten. Dabei soll der Anwender auch direkt aus den Suchergebnissen heraus eine Nachricht über Facebook verschicken oder eine gefundene Person zu seinem Facebook-Freundeskreis hinzufügen können. Die Suche nach einer Person soll somit noch effektiver werden.
Da Facebook immer wieder mangelhafter Datenschutz vorgeworfen wird, betonten Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Qi Lu, Präsident von Microsofts Online-Diensten, dass die neuen Suchfunktionen die Privatsphären der Nutzer respektieren würde. Nur dafür freigegebene Informationen sollen für andere sichtbar sein, also nur die Angaben, die ein Facebook-Nutzer als öffentlich deklariert hat. Zudem erfahren die Facebook-Freunde nicht, wonach ein Anwender über Bing sucht.
Die neuen Funktionen werden ab dem heutigen Donnerstag schrittweise eingeführt, zunächst allerdings nur in den USA. Wann sie auch in anderen Ländern an den Start gehen, ist noch nicht bekannt. Zuckerberg merkte an, dass sein Unternehmen die "Gefällt mir"-Daten auch anderen Suchmaschinen zur Verfügung stellen würde.
"Menschen treffen ihre Entscheidungen immer wieder mit Hilfe von Informationen ihrer Freunde", hieß es seitens Microsoft auf der Pressekonferenz. Zum Beispiel ob ein Kinofilm, ein Restaurant oder ein Mobiltelefon gut seien. Mit dem neuen Angebot könnte ein Anwender herausfinden, was Menschen aus seinem Bekanntenkreis über etwas denken. Der Softwarekonzern erhofft sich davon, die Popularität seiner Suchmaschine deutlich zu steigern.
Microsoft und Facebook erweitern ihr Suchabkommen: Bing durchsucht Gefällt-mir Links von Facebook Nutzern
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14.10.2010 16:45Artikel bewerten:
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