US-Zeitungen finanzieren Google-News-Konkurrenten

US-Zeitungen finanzieren Google-News-Konkurrenten: Zeitungen starten News-Portal als Konkurrenz zu Google-News

Drei große US-Zeitungen haben einen Millionenbetrag in ein neues und bisher kaum bekanntes Internet-Nachrichtenportal investiert. Das geht aus einem Bericht der Zeitung "USA Today" am Mittwoch hervor. Das Unternehmen will eine Online-Plattform für Nachrichten auf die Beine stellen, die dem Nachrichten-Aggregator Google News ähnelt.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei den Investoren um die "New York Times", die "Washington Post" und den Mutterkonzern von "USA Today". Das Unternehmen mit dem Namen "Ongo" hat demnach insgesamt zwölf Millionen US-Dollar erhalten. Weitere Informationen zu der Kooperation der US-Zeitungen mit dem Unternehmen sind noch nicht bekannt. Auch ist noch unklar, wann der offizielle Launch des neuen Nachrichtendienstes von Ongo erfolgen wird.

Ongo ist erst im April 2010 gegründet worden und will einen Dienst entwickeln, der Nachrichten aus Sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook sammelt. Im Gegensatz zu Google News will Ongo die ausgewählten Nachrichten nicht von einem festgelegten Algorithmus übernehmen, stattdessen sollen sich die Nutzer gegenseitig lesenswerte Links empfehlen, indem sie auf die Nachrichten oder Quellen verweisen. "Wir entwickeln Ongo, um abzubilden, wie Menschen Nachrichten lesen, sortieren und teilen", so Firmengründer Alex Kazim.

Kazim war früher als Manager bei eBay und PayPal tätig. Im Jahr 2007 gründete er dann das Startup "Tokoni". Diese Firma hatte einen Dienst zur Verknüpfung von Sozialen Netzwerken mit bestimmten Themen, Marken oder Produkten entwickelt. Firmen sollten den Dienst nutzen, um interessierte Nutzer über verschiedene Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter an einem Ort im Netz themenbezogen zu verbinden. Tokoni scheiterte allerdings damit, die Firma existiert mittlerweile nicht mehr. Die meisten Tokoni-Mitarbeiter arbeiten jetzt bei Ongo.


 
verfasst von Oliver Völker
 
 
 

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