Dell profitiert von steigender Nachfrage der Firmenkunden: Dell verkauft viele Server und Netzwerkprodukte
Der US-amerikanische Computerhersteller Dell hat in seinem zweiten Geschäftsquartal 2010 von einer verstärkten Nachfrage der Unternehmen und Behörden profitiert. Ein neuer Investitionszyklus für Server, Netzwerkprodukte, IT-Services und Speicher habe eingesetzt, teilte Dell mit. Auch Notebooks und Desktops hätten sich besser verkauft.
Der Umsatz für Server und Netzwerkprodukte legte im zweiten Geschäftsquartal um 35 Prozent auf 1,89 Milliarden US-Dollar zu. Der Verkauf von Storagesystemen stieg um 13 Prozent auf 624 Millionen US-Dollar. Bei IT-Services konnte Dell den Umsatz sogar um 57 Prozent auf 1,9 Milliarden US-Dollar steigern. Das Geschäft mit Endkunden stagnierte hingegen bei 2,9 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Insgesamt legte der Umsatz des drittgrößten Computerherstellers der Welt um 22 Prozent auf 15,53 Milliarden US-Dollar zu. Der Gewinn verbesserte sich hingegen nur um 16 Prozent auf 545 Millionen US-Dollar (28 Cent je Aktie), da gleichzeitig mit den Verkäufen auch Dells Kosten stark angestiegen sind, vor allen in der mit teuren Zukäufen ausgebauten Service-Sparte.
Dell bekräftigte, dass der Aufsichtsrat hinter Firmengründer und -chef Michael Dell stünde. Bei der letzten Hauptversammlung hatte ein starker Aktionärsblock dagegen gestimmt, dass Dell wieder in den Aufsichtsrat einzieht. Er schnitt von den elf Mitgliedern des Gremiums ab schlechtesten ab.
Die Aktionäre lasten Michael Dell neben Managementfehlern auch Bilanzmanipulationen an. Erst Ende Juli musste der Konzern dafür im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs eine Strafe von 100 Millionen US-Dollar zahlen. Michael Dell musste zusätzlich eine Strafe von 4 Millionen US-Dollar aus eigener Tasche zahlen. Der Konzern entging damit einer Klage wegen betrügerischer Buchhaltungspraktiken, räumte aber kein Fehlverhalten ein.
Im laufenden dritten Quartal rechnet Dell indes mit einem weiteren Wachstum bei Verkäufen an Behörden und Unternehmen. Der Computerhersteller bestätigte seine Ziele vom Juni: Der Umsatz soll um 14 bis 19 Prozent wachsen, der Gewinn vor Sonderposten soll um 18 bis 23 Prozent steigen.
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21.08.2010 17:00Artikel bewerten:
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