08.03.2010
Nokia hat ein Verfahren zum Patent angemeldet, um Akkus durch kinetische Energie - also etwa beim Gehen - aufzuladen. Der Antrag wurde schon am 20. August 2008 eingereicht und am 25. Februar 2009 veröffentlicht, wie nun die Zeitschrift New Scientist berichtet.
Die Idee hinter dem "Kinetic Energy Harvester" ist, dass die Bewegungen des entsprechenden Gerätes in Strom umgewandelt werden. Dazu werden die schweren Bauteile wie der Chipsatz oder der Akku selbst beweglich an Schienen angebracht, an denen piezoelektrische Elemente angebracht sind. Die kinetische Energie von Bewegungen in verschiedenen Richtungen sowie bei Drehungen wird in elektrische Energie umgewandelt und zum Aufladen des Akkus verwendet.
Für die Energiegewinnung seien nur kleine Relativbewegungen notwendig, wie etwa die Schwingungen beim Gehen oder wenn das Gerät aus der Tasche geholt wird, heißt es in dem Antrag. Ein komplett leerer Akku lässt sich mit dieser Technik zwar nicht vollständig wieder aufladen, aber die Nutzungsdauer mobiler Geräte soll damit verlängert werden. Genaue Angaben über die Menge an gewonnener Energie macht Nokia in seinem Patentantrag nicht.
Nokia entwickelt schon seit längerem neue Technologien in diesem Bereich. So arbeitet die Forschungsabteilung von Nokia an einem Verfahren, bei der Elektrosmog aus der Luft in Strom umgewandelt wird. Dazu werden Radiowellen wie etwa von Mobilfunkantennen, TV-Sendern, WLANs und anderen Quellen angezapft. Die Forscher erhoffen sich davon, dass damit der Akku eines abgeschalteten mobilen Endgeräts wieder aufgeladen werden kann. Das Ladegerät werden beide neue Technologien aber nicht ersetzen.
zusätzliche Infos:
- Patentantrag von Nokia anschauen
- Neue Super-Akkus in Sekunden geladen
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