21.11.2009
Ebay hat den seit August geplanten und zunächst umstrittenen Verkauf seiner VoIP-Tochter Skype nun erfolgreich abgeschlossen. Erst vor zwei Wochen konnte der Rechtsstreit zwischen dem US-Auktionsportal und den beiden Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis mit einer außergerichtlichen Einigung beigelegt werden.
Wie angekündigt verkauft eBay 70 Prozent von Skype an ein Investorenkonsortium, der auch das neue Unternehmen der Skype-Gründer Joltid, das Canada Pension Plan Investmend Board, angehört. Zu den neuen Eignern zählen weiterhin die Investmentgesellschaft Silver Lake und die von Netscape-Gründer Marc Andreessen mitbegründete Beteiligungsgesellschaft Andreessen Horowitz. Die britische Investmentgesellschaft Index Ventures und dessen umstrittener Partner Mike Volpi haben sich wie vereinbart von der Skype-Übernahme zurückgezogen.
Ebay erhält für die veräußerten Anteile 1,9 Milliarden US-Dollar in bar sowie eine Unternehmensanleihe in der Höhe von 125 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen Schuldverschreibungen im Wert von 50 Millionen US-Dollar. Ebay bleibt mit 30 Prozent statt der ursprünglich geplanten 35 Prozent an Skype beteiligt. Der Verkauf bewertet den VoIP-Dienst mit rund 2,75 Milliarden US-Dollar (1,8 Milliarden Euro).
Die frühere eBay-Chefin Meg Whitman hatte im August 2005 rund 2,6 Milliarden US-Dollar für Skype bezahlt. Der VoIP-Dienst konnte die hohen Erwartungen allerdings nicht erfüllen. Mitte 2008 wurde erstmals bekanntgegeben, dass eBay den Verkauf von Skype in Erwägung zieht. Zennström und Friis wollten Skype zwar zurückkaufen, den Zuschlag erhielt im September aber die Investorengruppe.
Die beiden Skype-Gründer versuchten daraufhin das Geschäft zu torpedieren, zogen ihre Klagen Anfang November aber im Rahmen der außergerichtlichen Einigung zurück. Dafür erhalten sie eine 14-prozentige Beteiligung an Skype und Sitze im Aufsichtsrat. Die P2P-Technologie "Global Index Software" geht in den Besitz von Skype über.
zusätzliche Infos:
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