12.11.2009
Apple ist zum profitabelsten Mobiltelefonhersteller aufgestiegen, wie aus einer Untersuchung der Marktforscher von Strategy Analytics hervorgeht. Das Unternehmen aus Cupertino erzielte im dritten Quartal 2009 einen höheren operativen Gewinn als der Weltmarktführer Nokia und erreichte zudem auf dem US-Markt erstmals einen höheren Marktanteil als der finnische Hersteller.
Insgesamt konnte Apple mit seinem iPhone einen operativen Gewinn von 1,6 Milliarden US-Dollar verbuchen, während Nokia in seiner Handysparte dagegen nur auf 1,1 Milliarden Dollar kam. Besonders eindrucksvoll erscheint Apples Erfolg beim Vergleich der Stückzahlen. Während Nokia zwischen Juli und September 108,5 Millionen Geräte verkaufen konnte, hat Apple in diesem Zeitraum hingegen "nur" 7,37 Millionen iPhone-Modelle abgesetzt.
"Mit starken Verkaufszahlen, hohen Großhandelspreisen und einer strengen Kostenüberwachung ist Apple in nur zwei Jahren erfolgreich in den Mobiltelefonmarkt eingestiegen", erklärte Alex Spektor von Strategy Analytics. Nokia sei in die zweite Position abgerutscht, weil die Margen sowohl durch die schwierige ökonomische Lage und stagnierende Verkäufe in den USA unter Druck geraten seien.
Mit einem Marktanteil von rund 35 Prozent bei den Smartphones liegt Nokia weiterhin vorne, der Erfolg des iPhones konnte bisher aber nicht nachgemacht werden. Auch die Verkaufszahlen des neuen Smartphone-Flaggschiffs N97 blieben weit hinter den Erwartungen zurück. "Das Smartphone-Portfolio von Nokia ist nicht annähernd so aufregend, wie es sein sollte", kritisierte Gartner-Analystin Carolina Milanesi bei der Bekanntgabe von Nokias Quartalsbericht im Oktober. Neben Apple setzen auch andere Smartphone-Hersteller die Finnen immer stärker unter Druck.
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