07.11.2009
Der Rechtsstreit um den VoIP-Dienst Skype ist offiziell beendet. Die beteiligten Parteien bestätigten am Freitag entsprechende Medienberichte der vergangenen Tage und gaben die Einzelheiten bekannt.
Demnach treten die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis mit ihrer Firma Joltid dem Konsortium um die Investmentgesellschaft Silver Lake bei und erwerben einen 14-prozentigen Anteil an Skype. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Es handele sich um eine "signifikante Finanzinvestition", hieß es lediglich.
Die Investorengruppe übernimmt den Mehrheitsanteil an Skype von nun 56 Prozent. Ebay selbst bleibt mit 30 Prozent beteiligt. Ursprünglich sollte eBay einen Anteil von 35 Prozent behalten, während die restlichen 65 Prozent an die Investorengruppe gehen. Am Kaufpreis von 1,9 Milliarden US-Dollar soll sich durch den Einstieg von Joltid nichts geändert haben.
Index Ventures und dessen umstrittener Partner Mike Volpi ziehen sich von der Skype-Übernahme zurück. Zennström und Friis werfen dem ehemaligen Chef der von ihnen gegründeteten Firma Joost Vertrauensbruch und Geheimnisverrat vor. Volpi soll den Skype-Verkauf noch während seiner Tätigkeit bei Joost zusammen mit Index Ventures eingefädelt haben.
Weiterhin erhält Skype im Rahmen der Vereinbarung die Rechte an der genutzten P2P-Technologie "Global Index Software", die Urheberrechtsklage wird von Joltid zurückgezogen. Seit dem Frühjahr 2009 klagten Zennström und Friis gegen eBay, da die von Joltid lizenzierte Technologie ohne ihr Einverständnis benutzt würde.
"Skype ist durch die Vereinbarung gut für die Zukunft aufgestellt - mit neuen Besitzern und der Kontrolle über seine Kerntechnologie", erklärte eBay-CEO John Donahoe. "Gleichzeitig behält eBay einen wesentlichen Anteil an Skype und profitiert von dessen Wachstum". Das Geschäft soll nun wie geplant im vierten Quartal abgeschlossen werden.
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