27.10.2009
Die britische Abteilung des weltgrößten Online-Einzelhändlers Amazon teilte mit, dass man für das neue Betriebssystem Windows 7 mehr Vorbestellungen erhalten habe als für jedes andere Produkt zuvor. Bei dem bisherigen Rekordhalter handelte es sich um den siebten Band der Harry-Potter-Reihe.
Auch ein Vergleich mit dem unglücklichen Vorgänger Windows Vista wurde gezogen. In den ersten acht Stunden nach dem Start der Vorverkaufsphase von Windows 7 wurden mehr Exemplare bestellt wie von Vista während dessen gesamter Vorverkaufsphase. Laut Brian McBride von Amazon UK wurde in den letzten drei Monaten nur Dan Browns Roman "The Lost Symbol" noch häufiger als Windows 7 verkauft. "Eine unglaubliche Leistung für ein Software-Produkt", sagte McBride. Die genauen Verkaufszahlen wurden allerdings nicht genannt.
Microsofts Hoffnungen auf den Erfolg des neuen Betriebssystems scheinen also nicht enttäuscht zu werden. Microsoft-Personalchefin Lisa Brummel erklärte kürzlich gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass man noch in diesem Jahr 4.000 neue Stellen schaffen wird. Die Anfang des Jahres angekündigten 5.000 Stellenstreichungen werden damit fast wieder ausgeglichen.
Der Abbau sei nötig gewesen, weil sich die Prioritäten innerhalb des Konzerns verschoben hätten, so Brummel. Somit stelle es keinen Widerspruch dar, dass Microsoft in anderen Sparten neue Mitarbeiter einstelle. Microsoft beschäftigt weltweit etwa 90.000 Mitarbeiter.
Für das erste Geschäftsquartal hatte Microsoft einen Gewinn- und Umsatzrückgang gemeldet. Der aktuelle Gewinn lag bei 3,57 Milliarden US-Dollar, ein Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Analysten zeigten sich dennoch positiv überrascht, da sie mit einem stärkeren Einbruch gerechnet hatten. Microsoft hat zudem 1,47 Milliarden Dollar an Umsatz, der bereits mit Windows 7 erzielt wurde, ins nächste Quartal verschoben.
zusätzliche Infos:
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