16.10.2009
Einem Bericht der New York Times zufolge arbeiten Niklas Zennström und Janus Friis, die beiden Gründer des VoIP-Dienstes Skype und der Musiktauschbörse Kazaa, an einem neuen Musikangebot für Internet- und Mobilfunknutzer. Der Streaming-Dienst mit dem Namen Rdio soll von den beiden finanziert und gegründet worden sein und bereits über Büros in Los Angeles und San Francisco verfügen. Der Start ist für das nächste Jahr vorgesehen.
Dem Bericht nach werden bereits Lizenz-Verhandlungen mit der Musikindustrie geführt. Ein Sprecher des Musiklabels EMI gab gegenüber der Zeitung an, dass man Zennström und Friis ihre Vergangenheit als Begründer einer Tauschbörse für urheberrechtlich geschützte Inhalte nicht nachtrage und dass es keinen Grund gebe, nicht ernsthaft mit ihnen zu reden.
Finanzieren soll sich Rdio über ein Abonnement-Angebot, ansonsten sind derzeit noch keine weiteren Informationen bekannt. Streaming-Dienste konnten bisher mit dem großen Erfolg von Download-Anbietern wie iTunes oder Musicload nicht mithalten, auch aufgrund der skeptischen Haltung der Musikindustrie.
Rdio wird sich gegen etablierte Konkurrenten wie Napster, Rhapsody, Pandora und das Web-Radio Last FM behaupten müssen. Ob das schwedische Startup Spotify im nächsten Jahr auch noch dazu zählen wird, wird sich zeigen. Spotify bietet werbefinanzierte Gratisstreams sowie ein kostenpflichtiges Abonnement an, das bislang allerdings von weniger als einem Zehntel der Nutzer in Anspruch genommen wird.
zusätzliche Infos:
- www.rdio.com