17.09.2009
Laut einem Bericht des Wall Street Journal haben die beiden Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis über ihre heutige Firma Joltid am Mittwoch Klage gegen eBay eingereicht. Dem derzeit noch alleinigem Besitzer von Skype wird die unerlaubte Nutzung der Peer-to-Peer-Technologie von Joltid vorgeworfen.
Joltid behauptet, dass die Lizenz für die von Skype genutzte Technik bereits im März gekündigt wurde und will nun eine einstweilige Verfügung erwirken. Weiterhin werden Gewinne eingefordert, die im Zeitraum des Lizenzbruchs erwirtschaftet wurden. Der geschätzte Schaden wird mit mehr als 75 Millionen US-Dollar täglich beziffert.
Der erst vor kurzem beschlossene Verkauf von Skype an eine Investorengruppe könnte durch die Klage gefährdet sein. Ebay will 65 Prozent des VoIP-Dienstes für 1,9 Milliarden US-Dollar verkaufen, die Transaktion soll im vierten Quartal 2009 erfolgen.
Joltid kündigte gegenüber dem Wall Street Journal an, seine Urheberrechte energisch durchzusetzen. Ein eBay-Sprecher bezeichnete die Behauptungen und Ansprüche von Joltid als haltlos und auf fundamentale rechtliche Fehlern gegründet. Der Verkauf soll wie geplant stattfinden.
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