01.09.2009
EBay hat offiziell den Verkauf der VoIP-Plattform Skype bekanntgegeben. Das Online-Auktionshaus erhält 1,9 Milliarden US-Dollar für einen Anteil von 65 Prozent, die weiteren 35 Prozent der Anteile verbleiben bei Ebay. Der Verkauf soll bis Jahresende abgeschlossen werden.
Der Käufer ist eine Investorengruppe, zu denen die von Netscape-Gründer Marc Andreessen mitbegründete Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz gehört. Weitere Mitglieder sind laut der New York Times das US-Unternehmen Firma Silver Lake Partners sowie die britische Investmentgesellschaft Index Ventures, ein früherer Geldgeber von Skype. Den Übernahmeplan soll der frühere Joost-Chef Mike Volpi entworfen haben, der kürzlich Partner von Index Ventures geworden ist.
Laut der New York Times hat Ebay im vergangenen Monat auch mit Google Verhandlungen über den Verkauf von Skype geführt. Google soll sich aber wegen des Rechtsstreits zwischen Ebay und den Skype-Entwicklern Niklas Zennström und Janus Friis wieder zurückgezogen haben.
Ebay hat den populären VoIP-Dienst 2005 für rund 3,1 Milliarden US-Dollar übernommen, konnte diesen aber nicht zufriedenstellend integrieren. EBay hatte bereits Mitte 2008 bekanntgegeben, den Verkauf von Skype zu erwägen.