21.08.2009
In den USA wurde heute eine Allianz gegen den Suchmaschinengiganten Google geschlossen, die gegen die Einigung des Unternehmens mit US-amerikanischen Verlegern und Autoren um die Digitalisierung von Büchern vorgehen will.
Angeführt wird die "Open Book Alliance" von dem bekannten Wettbewerbsanwalt Gary Reback und dem Internet Archive, angeschlossen haben sich die Branchen-Schwergewichte Microsoft, Yahoo und Amazon. Laut dem Wall Street Journal wird die Allianz in der kommenden Woche eine offizielle Mitteilung abgeben und den Beitritt weiterer Mitglieder bekanntgeben.
Reback erklärte gegenüber der New York Times, dass man die getroffene Einigung zwischen Google und den Verlagen sowie Autoren für wettbewerbsfeindlich halte. Viele würden erst jetzt erkennen, wie weitreichend die Konsequenzen seien, so Reback.
Google hatte sich im Herbst 2008 mit US-Autorenverbänden auf eine Zahlung von 125 Millionen US-Dollar geeinigt, nachdem diese eine Sammelklage wegen der Verletzung ihrer Urheberrechte eingereicht hatten.
Google erhielt das Recht, die digitalisierten Werke zu veröffentlichen und auch online verkaufen zu dürfen, wofür die Autoren an den erzielten Werbeeinnahmen beteiligt werden. Die Einigung bedarf aber noch einer richterlichen Zustimmung. Das zuständige New Yorker Bezirksgericht hat eine Anhörung für den 7. Oktober 2009 angesetzt.
Die Open Book Alliance will unter anderem das US-Justizministerium von den Gefahren des Google Book Settlement überzeugen. Auch die Öffentlichkeit soll über die Gefahren und Auswirkungen aufgeklärt werden. Gegen den Suchmaschinengiganten geklagt werden soll aber nicht.
Mehr News:
- Google testet nächste Suchmaschinengeneration
- Caspar wirft Google Wortbruch vor
- Apple lehnt Google-Voic ab