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EU-Ombudsmann kritisiert EU-Verfahren gegen Intel

 

 

 

news   10.08.2009

 

 

 

Laut einem Bericht des Wall Street Journal, das eigenen Angaben zufolge Einsicht in einen noch nicht veröffentlichten Bericht hat, rügt der EU-Bürgerbeauftragte P. Nikiforos Diamandouros das EU-Verfahren gegen den Chiphersteller Intel.

Der Vorwurf lautet, dass die EU-Kommission eine entlastende Aussage eines hochrangigen Dell-Mitarbeiters im August 2006 zu der Angelegenheit nicht berücksichtigt habe. Dieser soll die Entscheidung zugunsten von Intel-Prozessoren mit der "sehr unzureichenden" Performance von AMD-Prozessoren begründet haben, und nicht aus Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen.

Die Aussage habe laut Diamandouros nicht den Weg in die offiziellen Ermittlungsakten gefunden und konnte so nicht als Entlastungsmaterial für Intel genutzt werden. Weiterhin sollen EU-Mitarbeiter das Treffen mit dem Dell-Angestellten gegenüber Intel angeblich sogar geleugnet haben.

Die EU-Kommission hatte am 13. Mai 2009 aufgrund wettbewerbswidriger Geschäftsmethoden eine Rekordstrafe von 1,06 Milliarden Euro gegen Intel verhängt. Der Chiphersteller wehrt sich seitdem verbissen gegen das Urteil und hat bereits beim europäischen Gerichtshof Berufung eingelegt. Eigenen Angaben zufolge rechnet der Chiphersteller mit einem jahrelangen Rechtsstreit.

 

 

 

 

 

 

 

   

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