08.07.2009
Online-Petitionen sorgen nicht unbedingt für konkrete Ergebnisse, dafür aber immerhin für Aufmerksamkeit. Die letzte große Online-Petition, die sich gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten gerichtet hat, konnte zwar letzten Endes nichts am Beschluss des Gesetzes ändern, stieß mit 130.000 Unterschriften aber auf ein großes Echo.
In einer neue Online-Petition auf der offiziellen Petitionsseite des Deutschen Bundestages richten sich nun Computerspieler gegen die Diffamierung als "Killerspieler". Eingebracht wurde die Petition von Peter Schleußer angesichts des auf der Innenministerkonferenz geforderten "Herstellungs- und Verbreitungsverbots" von Action-Spielen.
Schleußer fordert den irreführenden und diskrimierenden Begriff "Killerspiele" aus der politischen Diskussion zu entfernen, die von "Unkenntnis, Polemik, Unsachlichkeit und Vorurteilen geprägt" ist.
Das geforderte Herstellungs- und Vertriebsverbot von Filmen und Computerspiele für Erwachsene steht in direktem Widerspruch zu Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes (Eine Zensur findet nicht statt), so Schleußer.
Die Petition erkennt das Jugendschutzsystem ausdrücklich an und fordert sogar eine Verbesserung der bestehenden Gesetze. Es soll gewährleistet sein, dass Computerspiele Kindern und Jugendlichen entsprechend der USK-Jugendfreigabe zugänglich gemacht werden. Die Jugendschutzmechanismen sollen gestärkt, die Medienkompetenz von Eltern und Pädagogen gefördert werden.
Die Petition läuft bis zum 19. August und hat innerhalb weniger Stunden fast 10.000 Unterschriften (Stand: 08.07.2009, 19 Uhr) gesammelt.
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