17.06.2009
Mit einem neuen Zugeständnis scheint der Streit zwischen deutschen Datenschützern und dem Street-View-Dienst von Google vorerst beigelegt zu sein. Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, bundesweit für die datenschutzrechtliche Bewertung von Street View zuständig, teilte mit dass der Suchmaschinenbetreiber die gestellten Forderungen akzeptiert.
Google wird zukünftig bei allen Aufnahmen von Personen, Grundstücken und Kraftfahrzeugen auch die Rohdaten der Aufnahmen auf Wunsch unkenntlich machen. Betroffene können schon vor Veröffentlichung der Bilder Widerspruch einlegen, Google wird die Routen der Kamerawagen nun auch öffentlich ankündigen.
Google beugt sich damit dem Druck der Datenschützer. In der Vergangenheit wurden zwar immer wieder Zugeständnisse gemacht, Johannes Caspar kündigte in der vergangenen Woche allerdings rechtliche Schritte an um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Neben vielen Privatbürgern sehen auch einige Politiker ihre Privatsphäre und Sicherheit durch Street View gefährdet. So hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer sich vor wenigen Tagen geäußert, dass durch Street View "Kräfte dritter Statten in die Lage versetzt werden gegen unliebsame Deutsche vorzugehen."
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